Geschichte Tanzgarde

Im Februar 1993, anlässlich des Kinderkarnevals der 4 Ks, fühlte sich der damalige 1. Vorsitzende Erich Meermann inspiriert eine neue Rader Garde ins Leben zu rufen und konnte auch gleich einige Mädchen begeistern. In Folge bildete sich ein Gremium mit Erich Meermann, Horst Lurz, Manfred Bätzold sowie die Familie Scharr. Es wurden die grundsätzlichen Voraussetzungen für die zukünftigen Garden ausgehandelt und festgelegt. Von Stunde an agierten die Garden in ihrer weiteren Entwicklung unter der Verantwortung von Gerhard und Susanne Scharr. Spontan und sofort wurde gehandelt, in den Hallen von Vizepräsident Manfred Bätzold fand man ein ideales Trainingsgelände und mit Susanne die ideale Trainerin. Flux schmiedete die junge Gardeleitung neue Ideen. Susanne brachte ihre in Solingen gesammelten Erfahrungen ein und bereits im Gründungsjahr tanzten 7 Mädchen in der jungen Garde.

Zur Proklamation im November 1994 standen bereits 14 Mädchen auf der Bühne. Die Mädchen der zweiten Session von links nach rechts: Nadine Bröland, Simone Barone, Desiree Lindenau, Jaclyn Barone, Rosa Canata, Saskia Jäger, Jessica Alt, Stefanie Rauch, Melanie Abshoff, Stefanie Löchter, Bianca Löchter, Angela Steinhauer, Miriam Krzyk und Heike Müller.

Die erste Nachwuchsgruppe

Auch die erste Nachwuchsgruppe mit vier- bis achtjährigen Mädchen überraschte bereits im zweiten Jahr. Stephanie Scharr, Janina Muhs, Christina Schneider, Stefanie Jäger und Carina Mancino schwangen ihre Beine keck und souverän zu „Heidi". Im Februar 1994 stießen Anne Katrin Grimm, Manuela Hoberg noch dazu. Noch heute, 7 Jahre später zählen viele dieser Namen noch zu den Aktiven. Erstmals übernahm zu dieser Zeit die 15-jährige Simone Barone die damaligen Minis als Trainerin.

Unsere ersten Mariechen

Durch ihre tänzerischen Begabungen, Freude und Fleiß entwickelten Jaclyn und Simone Barone den Ehrgeiz als Solotänzerinnen aufzutreten. Als Schwarm der Garden und anderer rissen die Tanzmariechen bei der rot-weißen Galasitzung im Jahr 1995 das Publikum von den Stühlen.
Ein tänzerisches und optisches Highlight, das dem Garde-Image etwas besonderes gab und nicht unerheblichen Einfluss auf den Zuspruch der kommenden Jahre haben sollte.

So feiert die Garde

Sommerfest, Weihnachtsfeier und Ausflüge ohne solche nicht mehr wegzudenkenden Feste der Garden, die alle Gardemädchen, viele Eltern und deren Verwandte, Freunde und Bekannte einbinden, kann man sich das Gardeleben nicht mehr vorstellen. Ganz besonders stolz ist man darauf, dass es über viele Jahre gelungen ist die Eltern und das Umfeld der Kinder mit einbinden zu können. Hieraus resultiert, in nicht unerheblichem Maße, die zum Teil langjährige Treue zur Garde. Zu den jährlichen Highlights gehört da das Sommerfest, die Weihnachtsfeier und ein gemeinsamer Ausflug zu besonders ausgesuchten Zielen. Zu solchen Anlässen zeigen die Garden immer ihr ganzes Können, nicht nur vor den eigenen Eltern. Viele befreundete Vereine lassen es sich inzwischen nicht mehr nehmen diesen Festlichkeiten einen Besuch abzustatten.

So arbeitet die Garde

Ohne Knete keine FeteNichts fällt vom Himmel, also gibt es auch einiges an Aktivitäten die das finanzielle Überleben der Garden sichern müssen. Dabei ist das Catering für die Feste kein Problem, vom Geschirr über die transportable Spülmaschine bis hin zum Grillzelt und einer tragbaren Musikanlage ist sie gut ausgestattet. Und wenn es mal eben um 30 Kuchen geht, so steht die Elternschaft mit ihren individuellen Backkünsten bereit. Mit einem Aufgebot von bis zu 25 Personen werden Festlichkeiten mit Kinderunterhaltung, Malwettbewerben und Auftritten der Mädchen organisiert. Bierstände zum Karnevalsumzug oder anlässlich des Schützenfestes gehören zum weiteren festen Bestandteil. Viele dieser Aktivitäten haben die Garden weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht und oft heißt es dabei: „Da kommen die „Rot-Weißen" aus Rade".

Die Kleiderkammer oder das Vermögen der Garden

Inzwischen besteht diese Garde aus 4 Gruppen, 40 Mädchen und 3 Jungen von 3 bis 25 Jahren und über 400 Kostümen. Die Kosten eines gekauften Gardekostüms würden sich mal eben auf 800,- EUR belaufen. Solche Summen mögen in Großstädten vielleicht nicht so wichtig sein. Bei unseren Garden ist Handarbeit angesagt. Näh stunden, die man gar nicht zählen und addieren mag, geleistet von vielen fleißigen Frauenhänden, geben unseren Gardemädchen ein Outfit, das seinesgleichen im weiten Umfeld schwer findet. Inzwischen gibt es für jede Gelegenheit das Passende, ob Session, Sommer, Weihnachten oder Show. Neben einer gehörigen Portion Idealismus ist die Freude am Tanzen und der Applaus des Publikums Lohn für die Mühen und die Arbeit der Mädchen und Eltern.

Das Gardeteam und die vielen hilfreichen Hände

Neun Jahre Gardeleben sind viele, auf die wir mit Recht sehr stolz sind. Da ist zunächst einmal der Gardevater und die Gardemutter, Gerhard und Susanne Scharr, so wie vor kurzem sehr treffend von Gertrud Betz formuliert. Ihr Leben, ihre Wohnung in Bergerhof sind gezeichnet vom Full-Time-Job innerhalb der Garden. Alle fühlen sich hier zu Hause und für alle Probleme gibt es hier auch immer ein offenes Ohr und eine Lösung. Diese Führungsharmonie ermöglichte den heutigen Stand der vier Garden. Die Pampers - Garde wird trainiert von Stefanie Breitkopf und Stephanie Scharr und betreut von Silvia Tetting. Die Mini-Garde trainiert Simone Barone und die Betreuung erfolgt durch Liana Vogt. Die mittlere Garde trainiert Nadine Biesenbach und betreut Petra Wölk. Die Großen trainiert Susanne Scharr und betreut Petra Breitkopf. Unsere Mariechen trainiert Jaclyn Barone.

Das erste Prinzenpaar aus den Garden

Das Kinderprinzenpaar der Session vor der Jahrtausendwende, Christiane Stumpf und Marco Keusen.

Session 2001-2002

Am 11.11.2001 tauchten Jaclyn und Marc in die Welt der Prinzenpaare ein. Ehrenamtlich waren Sie im Dienst der Narretei unterwegs - als Prinzenpaar - entstanden aus den Garden der 1. Großen Radevormwalder Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß e.V.. In den 6 Wochen vor Aschermittwoch machten sie sich keine Gedanken, wo sie ihre freien Abende verbringen sollten. Sie taten es allabendlich bei 74 Auftritten. Sie beschränkten sich allerdings nicht nur auf das Feiern und gute Laune verbreiten. Alte und auch kranke Menschen wurden ebenso bedacht. So besuchte das Prinzenpaar 11 Altenheime in Nah und Fern, die Lebenshilfe in Wuppertal und überbrachte immer verbunden mit Auftritten der begleitenden Garden einen karnevalistischen Gruß aus Radevormwald. In einem höllischen Tempo fegten sie von einer zur nächsten Veranstaltung und legten dabei rund 6.000 km zurück. Als „Dienstfahrzeug" stand dem Prinzenpaar ein vollflächig beklebter Opel Zafira zur Verfügung.

Der Festwagen

Die Planungen zum Bau des Festwagens liefen bereits im November 2001 an. In einer riesigen Teamaktion zwischen Gardemädchen und deren Eltern wurden über 36.000 Rosen aus Seidenpapier gestanzt und geformt. Und wenn es dann wirklich mal keinen Auftritt gab, wurde gemeinsam mit dem Hofstaat an dem Prinzenwagen gebaut. Nach rund 300 Arbeitsstunden am Bau des Prinzenwagens zeigte man sich äußerst zufrieden.
Zum Karnevalsumzug reihten sich die Garden auf. Die ca. 100 Meter Zuglänge der Prinzen-Equipe begannen mit dem Opel - Zafira - Prinzenwagen, zwischen zwei knallroten VW-Beatles marschierten die einzelnen Gardegruppen und den Abschluss bildete der Rosen geschmückte, festliche Prinzenwagen. Mit jedem „Rade Alaaf" Ruf trotzte man dem unwirtlichen Wetter und ließ sich die gute Laune nicht verderben. Aus den Lautsprechern ertönte das Lied „...einmal Prinz zu sein" und mit großen Enthusiasmus und Engagement zog das junge Prinzenpaar mit. In den Wochen nach Aschermittwoch fanden Jaclyn und Marc wieder zu einem normalen Leben zurück. Inzwischen haben sie auch die Zeit, die Sessions-Monate an Hand der vielen Bilder und Filmaufnahmen in Ruhe Revue passieren zu lassen und das Erlebte zu verarbeiten. Wir, die Garden waren und sind sehr Stolz auf unser Prinzenpaar. Alle haben Ihnen vom Tanzmädchen über die Eltern bis hin zum Hofstaat gerne zur Seite gestanden. Wir alle bedanken uns recht herzlich für die zwar stressige aber auch wunderbare und erlebnisreiche Zeit mit unserem Prinzenpaar!